Arbeitsweise: zuhören, ordnen, entscheiden
Am Anfang eines Projekts steht kein fertiges Bild. Es gibt Material, Gespräche, Erfahrungen, unterschiedliche Perspektiven und oft auch Unklarheiten. Ich höre zu, ordne, vergleiche und mache sichtbar, wo sich Linien zeigen und wo Brüche liegen. Gestaltung beginnt hier nicht mit Form, sondern mit Entscheidung: Was trägt? Was gehört zusammen? Was darf weggelassen werden?
Aus dieser gemeinsamen Arbeit entstehen unterschiedliche Formate. Manchmal sind es visuelle Identitäten oder digitale Auftritte, manchmal auch Mitarbeiterfibeln – als internes Kommunikationsmedium, das Orientierung gibt und Kultur sichtbar macht.
Gestaltung als Struktur, nicht als Inszenierung
In meiner Arbeit tritt Gestaltung in den Hintergrund. Sie soll nicht auffallen, sondern tragen. Typografie, Bild und Material werden so eingesetzt, dass sie den Inhalt unterstützen, ihm Rhythmus geben und Orientierung ermöglichen. Form und Inhalt werden gemeinsam gedacht – nicht dekorativ, sondern sinnvoll.
Ruhe, Verlässlichkeit, Sorgfalt
Corporate-Book-Projekte sind oft sensibel. Sie berühren Fragen von Identität, Verantwortung und Entwicklung. Deshalb arbeite ich ruhig, strukturiert und mit einem klaren Zeitrahmen. Absprachen werden eingehalten, Entscheidungen transparent getroffen und Prozesse nachvollziehbar gestaltet. Diese Verlässlichkeit schafft Vertrauen und den Raum, den gute Bücher brauchen.

Was ich nicht tue
Ich arbeite nicht kampagnengetrieben. Ich entwickle keine Imagebotschaften und formuliere keine Werteversprechen. Meine Aufgabe ist es nicht, eine Organisation darzustellen, sondern ihre Praxis lesbar zu machen. Wo Bücher zur Inszenierung werden sollen, ist meine Arbeit nicht die richtige. Diese Arbeitsweise setzt klare Entscheidungswege und benannte Verantwortlichkeiten voraus. Nur wenn ausreichend Zeit für Struktur vorhanden ist und Entscheidungen verbindlich getroffen werden können, übernehme ich die Verantwortung für ein Projekt.
Zusammenarbeit
Eine Zusammenarbeit beginnt meist mit einem Gespräch, in dem geklärt wird, ob ein Buch die richtige Form ist und ob die Haltung zueinander passt. Nicht jedes Projekt muss realisiert werden. Entscheidend ist, dass Zeit, Thema und Anspruch zueinander finden.
